Adipositas-Ursachen liegen oft in falscher Nahrung

Die Adipositas kann sehr viele Ursachen haben. Da sehr häufig nicht nur eine dieser Ursachen alleine für eine vorherrschende Fettsucht verantwortlich ist, haben selbst Experten damit Probleme, die entscheidenden Auslöser zu eruieren. Daher kann es schwierig sein, die optimale Adipositas-Behandlung zu finden. Dies ist allerdings überaus wichtig, da Adipositas schwerwiegende Begleit- und Folgekrankheiten, wie zum Beispiel Diabetes Typ 2 auslösen kann. Dennoch konnten die wohl gewichtigsten Adipositas-Ursachen herauskristallisiert werden.

Die häufigsten Ursachen

Bei etwa 97% der Adipösen, also Menschen mit Adipositas, sind eine Fehlernährung sowie der Bewegungsmangel die Hauptursachen, die zur Fettsucht beziehungsweise Fettleibigkeit geführt haben. Doch entgegen der landläufig verbreiteten Meinung wird die sogenannte Alimentäre Adipositas relativ selten durch eine übermäßige Nahrungsaufnahme verursacht. Die tatsächliche Ursache ist viel eher die minderwertige Qualität der verzehrten Nahrungsmittel.

Auch verschiedene Essgewohnheiten, wie etwa unregelmäßige Mahlzeiten, können eine Adipositas begünstigen. Selbstverständlich können auch Essstörungen als Ursache genannt werden. Wenngleich diese zumeist psychisch bedingt sind, handelt es sich bei den Problemen nur selten um kindliche oder tiefenpsychologische Störungen.

Die Adipositas kann salopp formuliert aber auch schon in die Wiege gelegt sein, da die Fettsucht durchaus durch pränatale Faktoren, wie etwa Diabetes Typ 2 und andere Erkrankungen der Mutter, verursacht werden kann. Des Weiteren können sich eine Medikamenteneinnahme während der Schwangerschaft sowie die Schwangerschaftsdiabetes und andere Erkrankungen der werdenden Mutter nachteilig auf den Fötus auswirken und eine spätere Adipositas begünstigen.

Zudem können genetische Faktoren zu den eindeutigen Adipositas-Ursachen gezählt werden, zumal bei vielen krankhaft Übergewichtigen eine auffällig schlechte Nahrungsverwertung sowie fehlerhafte Fettverteilungsmuster festgestellt werden.

Aber auch verschiedene Stoffwechselerkrankungen, wie zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion, Glukosestoffwechselstörungen oder Störungen des Kortisolhaushalts, können zu einer Fettsucht führen. Zudem konnte Adipositas in einigen Fällen auf eine Infektion durch das sogenannte Adenovirus zurückgeführt werden.

Auch verschiedene Medikamente oder vielmehr deren Nebenwirkungen gehören zu den potentiellen Adipositas-Ursachen. Zu diesen Medikamenten zählt auch das Insulin, auf welches Diabetes Typ 1 Patienten angewiesen sind. Doch auch medikamentöse Verhütungsmittel, Kortisolsteroide sowie einige Antidepressiva und viele weitere Medikamente müssen als möglicher Verursacher in Betracht gezogen werden.

Schwerwiegende Adipositas-Folgen

Die Fettsucht kann zu einer Vielzahl von Erkrankungen führen. Viele dieser Adipositas-Folgen beziehungsweise -Schäden werden schon alleine durch das hohe Körpergewicht verursacht. Dazu zählen zunächst Gelenkschäden, die direkt auf die hohe Belastung durch das überschüssige Körperfett zurückzuführen sind. Zudem schränkt das Übergewicht die Bewegungsfreiheit ein und mindert zudem die Belastbarkeit, was nicht selten eine Berufsunfähigkeit zur Folge hat. Aber die Gewichtsbelastung kann auch zu Herz- und Lungenproblemen führen.

Ein weiteres gravierendes Problem ist ein erhöhter Blutdruck, welcher bei den meisten Adipösen diagnostiziert wird. Weitere häufig auftretende Adipositas-Folgen sind verschiedene Demenzerkrankungen, wie zum Beispiel die Alzheimerkrankheit. Denn Alzheimer gilt als eine Folge von Diabetes Typ 2, der wiederum eine der am häufigsten auftretenden Adipositas-Folgen ist. Auch sind Nierenerkrankungen und Leberschäden möglich.

Neben eindeutigen körperlichen Beeinträchtigungen und Schäden treten bei an Adipositas Erkrankten auch sehr häufig seelische und psychosoziale Folgen auf, die z.B. aus Minderwertigkeitskomplexen aufgrund des starken Übergewichts resultieren.

Liegen die Adipositas-Ursachen in einer ungesunden Lebensweise, kann diese natürlich auch noch weitere schwerwiegende Erkrankungen begünstigen, die nicht direkt auf die Fettsucht zurück zu führen sind.