Diabetes Typ 3 – Ein Sammelbegriff für viele Diabetes-Formen

Diabetes mellitus Typ 3 ist ein geläufiger Sammelbegriff für verschiedene Diabetes-Erkrankungen, die häufig als andere spezifische Diabetes-Typen bezeichnet werden. Unterteilt ist der Diabetes Typ 3 in acht Kategorien. Besondere Aufmerksamkeit verdient dabei die Kategorie Diabetes Typ 3a, welche die verschiedene Formen des MODY-Diabetes umfasst.

Was ist der MODY-Diabetes?

Die Abkürzung MODY steht für Maturity Onset Diabetes of the Young, was so viel wie Erwachsenendiabetes, der bei Jugendlichen auftritt, bedeutet. Hinsichtlich seines Krankheitsbilds und Krankheitsverlaufs ähnelt dieser Diabetes mellitus Typ 3 sehr dem Typ 2 Diabetes. Allerdings sind vor allem Kinder und Jugendliche davon betroffen. Zudem erkranken auch normalgewichtige Personen an diesem speziellen Diabetes mellitus Typ 3, während dem Diabetes Typ 2 zumeist ein Übergewicht beziehungsweise ein erhöhter Körperfettanteil zugrunde liegt.

Wegen des jungen Alters und des normalen Gewichts der Patienten wird sehr häufig Typ 1 Diabetes diagnostiziert. Dies ist einer der Gründe, warum nicht genau gesagt werden kann, wie viele Diabetiker tatsächlich diesen Typ 3 Diabetes haben. Schätzungen zufolge liegt die Zahl aber bei etwa 5 %.

Mittlerweile sind insgesamt sechs verschiedene Formen des MODY genannten Diabetes Typ 3, welcher zumeist vererbt wird, bekannt. Ihnen allen liegen Mutationen von Genen des Stoffwechsels zugrunde, wobei je nach MODY-Typ verschiedene Gene mutieren. Während die meisten anderen Diabetes mellitus Typ 3 Arten insulinpflichtig sind, können beim MODY zumindest in den Anfangsstadien viel Bewegung und eine ballaststoffreiche Ernährung mit möglichst wenigen Kohlenhydraten und tierischem Fett ausreichen, um den Insulinhaushalt und damit den Blutzuckerspiegel zu regulieren.

Weitere Formen und Ursachen des Diabetes mellitus Typ 3

Zum Diabetes Typ 3b kommt es durch einen Defekt im sogenannten Insulinrezeptor-Gen, was zu einer verringerten Wirkung des Insulins führt.

Der Diabetes Typ 3c wird zumeist durch eine Erkrankung, Beschädigung oder operativen Entnahme der Bauchspeicheldrüse verursacht. In diese Kategorie fällt auch der Mukoviszidose-Diabetes, an welchem fast jeder dritte Mukoviszidosepatient erkrankt. Dies macht den Diabetes mellitus Typ 3 zur häufigsten Begleiterkrankung der Mukoviszidose!

Dem Diabetes Typ 3d liegen normalerweise Endokrinopathien beziehungsweise hormonelle Störungen zugrunde. Dabei kommt es meistens zu einer Überproduktion von Glucagon, welches dem Insulin entgegenwirkt und so einen Anstieg des Blutzuckerspiegels verursacht.

Diabetes Typ 3e wird hingegen durch Giftstoffe und Chemikalien verursacht. Auch verschiedene Medikamente sowie eine allgemein unsachgemäße Einnahme von Medikamenten und Drogenmissbrauch können diese Art des Diabetes mellitus Typ 3 auslösen.

Ursachen für Diabetes Typ 3f sind verschiedene Infektionen, wie etwa kongenitale Röteln.

Bei Diabetes Typ 3g wiederum handelt es sich um ungewöhnliche Arten des immun vermittelten Diabetes mellitus.

Der Diabetes Typ 3h wird hingegen mit verschiedenen genetischen Syndromen, wie etwa dem Down-Syndrom, dem Turner-Syndrom oder dem Klinefelter-Syndrom, in Verbindung gebracht.

Symptome und Behandlungsmethoden

Aufgrund der Fülle an verschiedenen Ursachen, Krankheitsbildern und Krankheitsverläufen kann man nur schwer bestimmte Symptome, die deutlich auf Diabetes Typ 3 hinweisen, nennen. Daher sollten Sie sich regelmäßig untersuchen lassen und im Fall einer Erkrankung ausführlich von einem fachkundigen Arzt über die angemessene Diabetes mellitus Typ 3-Behandlung beraten lassen.