Diabetes durch die Vorsorgeuntersuchung frühzeitig erkennen

Wenn man sich die rapide ansteigende Zahl der Neuerkrankungen an Diabetes mellitus betrachtet und zudem bedenkt, dass auch immer mehr Menschen zu dem Kreis der Risikogruppe gezählt werden, ist die Wahrscheinlichkeit oder zumindest die Möglichkeit, dass man selbst betroffen sein könnte, doch unangenehm ausgeprägt. Verstärkt wird das unbehagliche Gefühl durch die Annahme, dass mehrere Millionen allein in Deutschland bereits Diabetes mellitus haben, ohne dass sie dies überhaupt ahnen.

Wenn man zudem noch weiß, dass Schätzungen zufolge bei weit über zehn Millionen Deutschen ein sogenannter Prädiabetes, also die Vorstufe zum Diabetes mellitus Typ 2, vorliegt, welche innerhalb von nur drei Jahren zum Ausbruch der Krankheit führen kann, scheint eine Vorsorgeuntersuchung für Diabetes mellitus schon fast unumgänglich zu sein.

Doch bevor man anhand dieser besorgniserregenden Zahlen in Panik gerät, empfiehlt es sich, dass man eine Vorsorgeuntersuchung in Hinsicht auf ein gesteigertes Risiko machen lässt. Diese Vorsorgeuntersuchung ist schon deshalb empfehlenswert, da man zumindest die Gefahr, tatsächlich an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken, durch eine bewusste Lebensführung, gesunde Ernährung und ausreichendem Sport sehr verringern kann.

Vorsorgeuntersuchungen bei Diabetes Typ 1 nur bedingt sinnvoll

Da der Krankheitsverlauf beim Diabetes Typ 1 sehr akut verläuft, machen diesbezügliche Vorsorgeuntersuchungen nur bedingt Sinn. Falls sich jedoch bei Ihnen bekannte Symptome, die auf diesen Diabetes-Typ hinweisen, zeigen, sollten Sie selbstverständlich unverzüglich zu einem Arzt gehen und sich auf eine mögliche Erkrankung hin untersuchen lassen.

Da der Diabetes Typ 1 in Relation zu anderen Diabetes-Arten recht selten ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie selbst daran erkrankt sind, eher gering. Dennoch ist es eine unglaubliche Erleichterung, wenn man die Gewissheit hat, gesund zu sein. Wenn jedoch Diabetes diagnostiziert werden sollte, ist es gut, dass dies möglichst frühzeitig geschehen ist, da so schwerwiegende Folgeschäden zumeist vermieden werden können.

Für Diabetes Typ 2 sind Vorsorgeuntersuchungen wichtig

Da Diabetes mellitus Typ 2 sehr schleichend auftritt und sich nur sehr langsam verschlimmert, ohne dass sich signifikante Symptome bemerkbar machen müssen, empfiehlt es sich eigentlich für jeden, dass er diesbezügliche Vorsorgeuntersuchungen in regelmäßigen Abständen machen lässt. Dies gilt selbstverständlich vor allem dann, wenn Sie zu der Risikogruppe gehören sollten.

Je früher der Diabetes bei einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt würde, desto früher könnten Sie gezielt gegen eine Verschlimmerung der Krankheit vorgehen. Auf diese Weise würden Sie mit etwas Glück trotz Diabetes ein völlig normales Leben führen, ohne dass Sie auf irgendwelche Diabetes-Medikamente angewiesen wären.

Bei diagnostizierter Diabetes trotzdem weiter vorsorgen

Falls bei Ihnen jemals ein Diabetes festgestellt wird oder bereits diagnostiziert wurde, sollten Sie sich fortlaufend auf alle möglichen Folge- und Begleitkrankheiten untersuchen lassen. Zudem ist es sinnvoll, dass sich alle Frauen, die sich ein Kind wünschen, auf das bei ihnen eventuell gegebene Risiko eines Schwangerschaftsdiabetes untersuchen lassen.

Doch auch während der Schwangerschaft sind Vorsorgeuntersuchungen angebracht. Dies gilt vor allem für Frauen, die über 30 Jahre alt sind, Übergewicht haben oder sonstige Risikofaktoren aufweisen. Wobei sich jede Schwangere auf den Schwangerschaftsdiabetes hin untersuchen lassen sollte, zumal die Kosten für den oralen Glukosetoleranztest von der Krankenkasse übernommen werden.