Wie man mit Diabetes bei Kindern umgeht

Oft bricht Diabetes erst im Erwachsenenalter aus, aber manchmal sind auch Kinder von dieser Krankheit betroffen, was für Eltern, aber auch für Personen im Umfeld der Kinder eine Umstellung bedeutet. Bei Diabetes bei Kindern handelt es sich meistens um Diabetes Typ 1, bei dem Insulin gespritzt werden muss.

Verantwortungsvoll aber stressfrei mit der Krankheit umgehen

Das wichtigste bei Diabetes bei Kindern ist, dass die Eltern ihrem Kind den verantwortungsvollen Umgang mit der Krankheit beibringen, denn schlussendlich trifft das Kind eigene Entscheidungen. Man kann nicht immer jeden Schritt beaufsichtigen. Deshalb ist es wichtig, dass man sich darauf verlassen kann, dass das Kind nicht im ersten unbeaufsichtigten Moment nach der Tüte Gummibärchen auf dem Wohnzimmertisch greift.

Die Eltern müssen auf Diabetes bei Kindern natürlich entsprechend reagieren. Regelmäßige Kontrollbesuche beim Arzt sind für die ganze Familie wichtig. Einerseits gilt es die Gesundheit des Kindes abzusichern, andererseits können die Eltern vom Arzt wertvolle Informationen erhalten. Gerade am Anfang fühlen sich viele Eltern mit der Situation überfordert und sind auf Ratschläge angewiesen.

Es gibt auch spezielle Schulungen, die Familien dabei helfen, mit Diabetes bei Kindern umzugehen. Zu Beginn können die Eltern diese Schulungen allein besuchen, aber sobald das Kind selbstständig Interesse am Umgang mit Diabetes äußert, sollte es mit in die Kurse einbezogen werden. Wenn das Kind z.B. fragt, wie man Insulin richtig spritzt oder den kleinen Stich für den Bluttest selbst machen will, kann man es mit zum Kurs nehmen. Übrigens zahlen viele Krankenkassen solche Schulungen.

Ernährung

Es ist wahrscheinlich für viele Eltern beruhigend zu wissen, dass sich die Ernährung bei Diabetes bei Kindern gar nicht so stark von sonstiger gesunder Ernährung für Kinder unterscheidet. Ausgewogene Ernährung ist auch für gesunde Kinder sehr wichtig, insofern muss der Ernährungsplan für Diabetiker nur ein wenig an die veränderte Situation angepasst werden. Wie das genau funktioniert, sollte je nach Fall mit dem Arzt abgeklärt werden. Wer denkt, dass Kinder mit Diabetes auf Süßigkeiten verzichten müssen, der irrt. Süßigkeiten sind durchaus erlaubt. Schokolade oder ein paar Kekse am Tag sind keine Gefahr. Außerdem hat sich die Industrie an die wachsende Anzahl von Diabetikern angepasst und es gibt viele Süßigkeiten ohne Zucker. Aber Achtung: Diabaetiker-Lebensmittel sollten nur selten verwendet werden, da sie nicht so gesund sind, wie es den Anschein hat. Aus diesem Grund wird eine spezielle Markierung von Lebensmitteln für Diabetiker ab 2013 abgeschafft.

Wichtig ist es, auf die Auswahl der Getränke zu achten. Gerade Kinder lieben süße Getränke, wodurch viel trinken ausnahmsweise mal ungesund wird. Wasser mit Geschmacksnoten ist eine gute Alternative zu süßen Fruchtsäften.

Bei großen Anlässen, wie Geburtstagen muss man ein wenig in die Trickkiste greifen, damit das Kind und seine Gäste nicht auf süße Leckereien verzichten müssen. Wenn Süßigkeiten angeboten werden, dann sollten sie für Diabetiker geeignet sein und auch anderen Kindern schmecken, denn nicht jedes Kind verträgt Diabetikerprodukte. Eine Alternative zum süßen Schokopudding sind z.B. Crepes oder Waffeln, die aus Buchweizenmehl gemacht werden und wahlweise mit normaler Marmelade, Diabetikermarmelade oder Fruchtmus bestrichen werden können.

Das Umfeld

Bei der Auswahl eines Kindergartens sollte speziell darauf geachtet werden, dass die Betreuer mit Diabetes bei Kindern Erfahrung haben, denn nicht alle Kindergärten nehmen chronisch kranke Kinder auf. Ein Betreuer darf nur für wenige Kinder verantwortlich sein, da es sonst vorkommen kann, dass das Kind zu lange unbeaufsichtigt ist.

Kinder selbst gehen mit ihrer Krankheit oft ganz natürlich um, weil sie es nicht anders kennen. Sich Insulin zu spritzen ist für sie ganz normal. Fremde Kinder reagieren oft mit Unbehagen, wenn sie das sehen. Daher ist es für deren Eltern sehr wichtig, dass sie ihre Kinder über die Krankheit aufklären, damit sie nicht überrascht sind oder sich erschrecken. Die Kinder gewöhnen sich oft sehr schnell an die neue Situation und nehmen sie nicht mehr als unnatürlich wahr.

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