Diabetes bei Tieren erkennen und behandeln

10. Mai 2012

Rund um Diabetes

Diabetes mellitus liegt vor, wenn die Bauchspeicheldrüse nicht genug Insulin produziert. Der Körper benötigt Insulin, um Zucker, Fette und Eiweiße zu effizient zu nutzen. Diabetes kann bei allen Säugetieren auftreten, also auch bei unseren Haustieren.

Die Krankheit tritt bei Hunden und Katzen am häufigsten im mittleren Alter auf, gelegentlich aber auch bei jungen Tieren. Wenn Diabetes bei Tieren im jungen Alter auftritt, ist die Krankheit häufig genetisch bedingt und kann daher auch bei deren Nachkommen auftreten. Bemerkenswert ist dabei, dass die Zuckerkrankheit häufiger bei Hündinnen, aber bei Katzen bei Katern auftritt.

Ursachen

Bestimmte Bedingungen begünstigen, dass ein Hund oder eine Katze an Diabetes erkranken. Tiere, die übergewichtig sind oder die an einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse leiden, sind besonders anfällig.

Auch einige Medikamente können Wechselwirkungen mit Insulin verursachen, was ebenfalls zu Zucker führen kann, z.B. kortisonhaltige Medikamente wie Glukokortikoide begünstigen die Krankheit. Jedoch nur ein kleiner Prozentsatz der Tiere, die diese Medikamente verbreicht bekommen, entwickeln bei langfristiger Anwendung einen Diabetes.

Symptome

Der Körper braucht Insulin, um Zucker, Fett und Eiweiß aus der Nahrung in Energie umzuwandeln. Ohne Insulin reichert sich Zucker im Blut an und gelangt in den Urin. Auf diesem Wege ist der Diabetes beim Ihrem Tier nachweisbar. Ein deutliches Symptom für eine Erkrankung ist vermehrtes Wasserlassen und ein großer Durst. Auch beständiger Hunger und Gewichtsverlust können Symptome sein.

Weniger häufige Anzeichen von Diabetes sind körperliche Schwäche oder ein abnormer Gang durch eine Dysfunktion von Nerven oder Muskeln.

Diagnose

Die Diagnose eines Diabetes bei Ihrem Haustier wird anhand der Suche nach einem starken Anstieg des Blutzuckers und eine große Menge von Zucker im Urin vorgenommen. Tiere, insbesondere Katzen, die durch die Blutentnahme unter Stress stehen, können eine vorübergehende Erhöhung des Blutzuckers aufweisen, dann ist aber kein Zucker im Urin zu finden. Eine Urinprobe kann kultiviert werden, um eine Infektion der Nieren oder der Blase festzustellen.

Der Arzt wird auch feststellen, ob Veränderungen an Leber, Niere und Pankreas festzustellen sind. Diabetische Haustiere mit Ketoazidose produzieren meist erhöhte Abfallprodukte, welche normalerweise durch die Nieren abgebaut werden und diese belasten.

Folgen

Wenn Diabetes bei Tieren unbehandelt bleibt, sind sie anfälliger für Infektionen an Blase, Niere oder der Haut. An Diabetes erkrankte Hunde, seltener Katzen, können Katarakte in den Augen entwickeln.

Ein grauer Star kann durch die Ansammlung von Wasser in der Linse verursacht werden und kann auf Dauer zur Erblindung führen. Außerdem sammelt sich Fett in der Leber von Tieren mit Diabetes.

Zwei Diabetes-Hauptformen

Es gibt zwei Hauptformen von Diabetes bei Tieren: Unkomplizierte Diabetes und Diabetes mit Ketoazidose.

Bei Haustieren mit unkomplizierter Diabetes können die oben beschriebenen Anzeichen auftreten, sie werden aber nicht extrem krank. Leidet das Tier unter einer diabetischen Ketoazidose ist es sehr krank, kann erbrechen und unter Depressionen leiden.

Die Behandlung von Tieren mit unkomplizierter Diabetes ist anders als bei jenen mit Ketoazidose. Ketoazidotische Diabetes wird mit intravenösen Flüssigkeiten und schnell wirkendem Insulin behandelt. Diese Behandlung wird fortgesetzt, bis das Tier sich nicht mehr erbricht und normal isst, dann ist die Behandlung die gleiche wie für die unkomplizierte Diabetes, bei der Diätfutter und eine dauerhafte Gabe von Insulin notwendig ist.

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