Diabetes und Depressionen

22. April 2012

Rund um Diabetes

Wenn Sie Diabetiker sind, Angehörige haben, die unter Diabetes leiden, oder sich für dieses Thema interessieren, haben Sie vielleicht schon einmal gehört, dass Diabetiker ein höheres Risiko aufweisen, gleichzeitig an Depressionen zu erkranken. Wie bei allen Informationen, besonders auf dem Sektor der Medizin, lohnt es sich, einen genaueren Blick auf den Wahrheitsgehalt solcher Aussagen zu werfen und Expertenwissen und Studien zu Rate zu ziehen.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Diabetes und Depressionen?

Hier sind sich die Fachleute einig: Diabetiker erkranken etwa doppelt so häufig an Depressionen wie Menschen, die nicht unter Diabetes leiden. Doch warum ist das so? Eine eindeutige Ursache ließ sich bisher nicht ausmachen. Generell gilt jedoch wie bei allen chronischen Erkrankungen: Die plötzliche Konfrontation mit der Krankheit kann bei vielen Menschen depressive Verstimmungen auslösen.

Wenn Sie die Diagnose von Ihrem Arzt bekommen haben, ist relativ schnell klar, dass sich Ihr weiteres Leben verändern wird. Bei Erkrankungen aus dem Bereich Diabetes bedeutet das eine Umstellung des Lebenswandels und der Ernährungsgewohnheiten. Sie müssen ab jetzt darauf achten, was und wie viel Sie essen und zuverlässig und regelmäßig Medikamente einnehmen. Experten sehen durch diese, teils deutlichen Einschnitte in das gewohnte Leben einen eindeutigen Zusammenhang zur Folgeerkrankung Depression.

Dafür spricht, dass besonders Frauen und Personen in der Anfangsphase eines diagnostizierten Diabetestyps deutliche Anzeichen einer depressiven Verstimmung aufweisen. Auch eine familiäre Disposition scheint bei der Erkrankung von Diabetes und Depressionen eine Rolle zu spielen. Ein weiterer Ansatz für wissenschaftliche Forschungen sind die Konzentrationen verschiedener Hormone wie Serotonin, Kortisol und Noradrenalin. Sowohl bei Diabetes als auch bei Depressionen ist die Ausschüttung dieser Hormone reduziert.

Prophylaxe und Therapie

Wenn Sie wissen, dass bei Diabeteserkrankungen ein erhöhtes Risiko für Depressionen besteht, können Sie bei etwaigen Anzeichen gezielt und zeitnah gegensteuern. Hier hilft es, sich selbst zu beobachten und diese Beobachtungen mit Ihrem Arzt zu teilen. Wie bei allen Erkrankungen gilt auch hier: Eine möglichst frühe Entdeckung und Diagnosestellung erleichtert die notwendige Behandlung erheblich.

Zögern Sie also nicht, wenn Sie einen Verdacht haben. Sprechen Sie mit der Familie, mit Freunden und vor allem mit Ihrem Arzt. Depressionen können auch bei Vorhandensein von Diabetes sehr gut mit modernen Antidepressiva behandelt werden. Ist die Depression einmal ausgeprägt, sorgen die Symptome leider nicht selten dafür, dass die Einnahme der lebensnotwendigen Medikamente zur Behandlung des Diabetes vernachlässigt oder ausgesetzt wird. Dies kann zu schweren Komplikationen führen und sollte unbedingt vermieden werden.

 
 
 

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One Response to “Diabetes und Depressionen”

  1. Anna Says:

    Es wird wohl nicht nur bei Diabetes diesen Zusammenhang geben. Ich denke bei jeder Krankheit die tiefgreifende Einschnitte in das eigene Leben nach sich zieht wird es vermehrt zu Depressionen kommen.

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