Störungen im Insulin-Haushalt begünstigen falsches Essverhalten

Die Bauchspeicheldrüse reguliert unter anderem den Zuckerhaushalt im Blut und hat die Fähigkeit, die Konzentration an Traubenzucker durch Ausschüttung von Insulin zu mindern. Nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit steigt der Zuckerspiegel automatisch an und wird von dem Hormon Insulin in der, für den Stoffwechsel, richtigen Konzentration gehalten. Störungen in diesem Insulin-Haushalt könnten negative Auswirkungen haben.

Dauerhaftes Hungergefühl

Ist der Insulin-Haushalt gestört, wird der Zuckerspiegel nicht mehr reguliert. Kurzkettige Kohlenhydrate (Einfachzucker) wie Süßspeisen oder Produkte aus Weizenmehl lassen den Insulinspiegel dann in die Höhe schnellen, weil der zugeführte Zucker verstoffwechselt werden muss. Eine Regulierung ist aber durch die Fehlfunktion nicht mehr möglich. Wie Forscher jetzt heraus gefunden haben, wird dadurch das Essverhalten negativ beeinflusst. Durch die Störung im Insulin-Haushalt tritt keine Sättigung mehr ein und man hat weiterhin Hunger, auch wenn man eigentlich schon satt sein müsste. Dies führt schnell zu Übergewicht.

Was kann man tun?

Um langfristig satt zu sein und Gehirn und Körper mit gesunden Kohlenhydraten zu versorgen, wird am besten auf Vollkornprodukte zurück gegriffen. Diese werden vom Körper langsam abgebaut und lassen das Insulin moderat ansteigen und seine Wirkung entfalten. Eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse, wenig industriell verarbeiteten Produkten, viel Eiweiß und wenigen guten Kohlenhydraten trägt zu einer gesunden Versorgung mit Nährstoffen für den Körper bei und verhindert Heißhunger.
Wer sich orientieren möchte, kann auf den Glykämischen Index der Nahrungsmittel achten. Dieser gibt an, wie schnell der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr ansteigen wird. Wer möchte, kann in Tabellen und Listen seine Lebensmittel anhand des Glyx-Wertes einordnen und sich bei der Menge des Verzehr daran orientieren.

Dauerhaft erhöhter Insulinspiegel führt zu Diabetes

Wer zu viel Süßigkeiten und Weißmehlprodukte gegessen hat, dessen Insulinspiegel ist dauerhaft erhöht. Dies kann dazu führen, dass eine Insulinresistenz auftritt. Insulin wird von der Bauchspeicheldrüse zwar in ausreichender Menge produziert aber die Körperzellen sprechen nur noch vermindert auf das Hormon an.
Wenn spätestens dann keine strenge Diät erfolgt, landen die Betroffenen im Diabetes Typ II, mit allen lebenslangen Folgen. Daher ist eine frühe Vorsorge wichtig und kann den Schritt in eine Diabetes verhindern.

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One Response to “Störungen im Insulin-Haushalt begünstigen falsches Essverhalten”

  1. Sebastian Says:

    Hätte gar nicht gedacht, dass das alles mit Diabetes im Zusammenhang steht. Da hab ich heute doch schon wieder mal was dazu gelernt.

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