Was man beim Blutzucker messen beachten sollte

20. Juni 2012

Rund um Diabetes

Heutzutage gehört das Messen des Blutzuckers für Diabetiker zum Alltag. Moderne, kleine und handliche Geräte erlauben eine schnelle, schmerzlose und präzise Messung.

Wie misst man Blutzucker?

Zunächst sollten alle Materialien sorgfältig zusammengelegt werden. Anschließend muss ein Blutstropfen aus dem Finger gewonnen werden. Der Stich sollte an der Seite des Fingers erfolgen, da hier am wenigsten Schmerzen gespürt werden.

Wichtig ist, dass nur leicht gedrückt wird, da die Messergebnisse sonst durch Gewebeflüssigkeit verfälscht werden. Als letzter Schritt bleibt nur noch das Auftragen des Bluts auf den Teststreifen übrig. Nun sollte das Blutzuckermessgerät die Messwerte anzeigen.

Häufige Fehler beim Blutzuckermessen

Obwohl das Messen des Blutzuckers zum Alltag eines jeden Diabetikers gehört, können dennoch immer wieder Fehler unterlaufen. Das Messergebnis kann durch Verunreinigungen auf der Haut, z.B. Schweiß oder Schmutz, stark verfälscht werden. Deshalb sollten die Hände vor der Messung auf jeden Fall zumindest mit Wasser gereinigt werden.

Alkohol, Seife und Sprays sind nicht notwendig und können das Messergebnis unter Umständen zusätzlich verfälschen. Auch feuchte Finger oder ein zu festes Drücken auf die Einstichstelle verdünnen das Blut und verfälschen das Messergebnis.

Ein besonders häufiger Fehler ist das mehrmalige Einstechen in ein und dieselbe Stelle. Hierdurch bildet sich Hornhaut, die ein immer stärkeres Einstechen erfordert.

Kann Blutzucker auch ohne Einstich in die Haut gemessen werden?

Auch heutzutage ist der Einstich in die Haut zur Messung des Blutzuckers immer noch notwendig. Bisher kann der Zuckergehalt des Blutes nur durch die Analyse von Blut gewonnen werden. Um den Stich ins Blut zu vermeiden wird fieberhaft an einer Möglichkeit gearbeitet, das Einstechen in die Haut zu umgehen.

Ein erstes Messgerät wurde von einer Züricher Firma entwickelt, die im Jahr 2008 erfolgreich eine Testreihe mit dem Messgerät abschloss. Nach eigener Aussage der Firma Solianis ist das Gerät aber noch nicht zu 100 Prozent ausgereift. Gemessen werden Schweißanteil der Haut, Hautdicke, Durchblutung und elektrostatisches Körperfeld. Anhand dieser Daten wird der Blutzuckergehalt berechnet. Die ersten Geräte sollen in Europa bereits in diesem Jahr auf den Markt kommen.

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